Sammlung Ing. Kurt Steiner
September 1982….
„Da hat meine Frau bei einem Waldspaziergang ein Blechstück gefunden, sah aus wie eine alte Pflugschar, und dann noch einen Teil, und einen weiteren. Bald war zu erkennen, dass es sich um alte Flugzeugteile handelt….“
So hat Herr Ing. Steiner den Beginn seiner Sammelleidenschaft geschildert, den Beginn der Auferstehung der „Weissen 13“.
Immer wieder wurden bei den nunmehr regelmäßigen Ausflügen zu dieser Stelle auch Motorteile gefunden. Da diese teilweise gleichartig waren, wurde schnell klar, dass es sich um eine 2mot handeln musste. Bald hatte er sich so weit informiert, um zu erkennen, dass hier eine Me110 abgestürzt war.
Da Hr. Steiner schon immer von der komplizierten Technik der Flugmotoren fasziniert war, begann er nun, Motoren zu sammeln und zu restaurieren. Eine Leidenschaft, die Ihn offenbar bis zum heutigen Tag nicht mehr losgelassen hat.
Als er dann schließlich auch einen Daimler Benz 605 Motor sein Eigen nennen konnte, reifte in Ihm der Plan, ein komplettes Flugzeug wiederaufzubauen. Durch die Möglichkeit beide Tragflächen und Rumpfteile zu erwerben, konnte dieser Plan in die Tat umgesetzt werden. Viele tausend Arbeitsstunden später, durften wir schließlich am 10.11.2006 das Ergebnis bewundern. Eine Me109, welche jetzt im Aviaticum steht, und einen „wie neu Zustand“ hat. Seine Familie hat die Enthüllung der Maschine vorgenommen, und sichtlich mit großem Stolz, hat der Erbauer uns allen sein Werk vorgestellt.
Die hier präsentierte Me109 wurde aus restaurierten Originalteilen, und unzähligen, nach Originalplänen nachgebauten Teilen, wiederaufgebaut.
Eine private Initiative, welche jetzt, nach ihrer Fertigstellung, das Herz vieler Menschen höher schlagen lässt. Ein Objekt, welches aber nicht nur die kleine Pilotengemeinde, und technisch Interessierte, mit ihrer schlanken Schönheit und schwer bezwingbaren Wildheit begeistert, sondern auch ein Objekt, welches alle Betrachter daran erinnern sollte, welches Leid und welche Not, diese Flugzeuge über die Menschen gebracht haben.
Wir dürfen aber hier nicht nur an jene, von diesen Flugzeugen abgeschossenen Gegner denken, wir müssen auch der Bevölkerung von Wr. Neustadt, welche unter der Produktion der Flieger in unvorstellbarer Weise gelitten hat, gedenken.
Wr. Neustadt war eine große Produktionsstätte für die 109. Ca. ein Viertel aller im zweiten Weltkrieg produzierten 109er kamen aus den Fabriken der Wr. Neustädter Flugzeugwerke. Dementsprechend groß war auch das Interesse der Alliierten Fliegerkräfte, diese Einrichtungen zu zerstören.
Seht Euch die Bilder an und stellt Euch mal vor, was da los war….
Danke, Herr Ing. Kurt Steiner!